MOIN & SHALOM

INTRO

 

zum Einstieg wirft der eindrückliche 1.34-min.-TikTok- & Instagram-Reel »RIP, Erna Kronshage« von Susanne Siegert ein Schlaglicht auf die Inhalte dieser Website:

  • zunächst wird hier das viel zu kurze Leben meiner Tante Erna Kronshage (geboren 1922 – ermordet 1944) skizziert, die sich ab dem 24.10.1942 als dienstverpflichtete Jugendliche auf dem elterlichen Bauernhof nach kriegsbedingt auftretenden Überfor-derungs-Situationen in eine »Heil«anstalt einliefern lässt – zur raschen Wiederherstellung ihrer vollen Leistungsfähigkeit. Dort verpasst ihr ein NS-Psychiater jedoch die zweifelhafte damals aber gängige Diagnose »Schizophrenie« – und daraufhin wird sie Schlag-auf Schlag schocktherapiert, zwangssterilisiert, interniert – und überzählig aussortiert und abgeschoben – schlussendlich in einer abseits im besetzten Polen liegenden »Euthanasie«-Massenmord-Anstalt im Februar 1944 ermordet.

Darüberhinaus werden in den verschiedenen Themenabschnitten und verlinkten Online-Projekten auf dieser Website die Ideologien und Praktiken zu diesen mehreren hunderttausendfachen deutschen Eugenik- & Psychiatrie-Verbrechen insgesamt beleuchtet – und die gesellschaftlichen Wahrnehmungen, das Beschweigen und die Verdrängungen, Irrtümer, Bewertungen sowie die mittlerweile vielgestaltige auch virtuelle Gedenk-arbeit dazu.

 

Damit sich die Abläufe und Geschehnisse vor mehr als 80 Jahren auch nur in etwa heutzutage vergegenwärtigen und wahrnehmen lassen, werden neben Original-Fotos und überlieferten Doku-Materialien auch weitere digitale Online-Darstellungen mit einbezogen – das Vergangene wird virtuell in Szene gesetzt, um ihm im Hier & Jetzt gebührend nachzuspüren . . .

 

• je gestern  • desto heute  • umso morgen –

• was war  • was ist  • was wird

ERNA KRONSHAGE

 

Leben & Vernichtung

 

ERNA KRONSHAGE

 

I N  M E M O R I A M

 

 

›EUTHANASIE‹

 

Die Fakten

 

›EUTHANASIE‹

 

32 Online-Projekte & Themen-Ausstellungen

 

An einem einzigen Durchführungs-Verfahren

 

zu diesen staatlich verordneten Eugenik-Verbrechen sind jeweils mindestens zehn bis fünfzehn Personen arbeits-teilig eingebunden, beteiligt oder mit betroffen: z.B. Ärzte, Richter, Amtsinhaber vor Ort, Ortsfürsorgerinnen, Staats-anwälte, Polizisten – Beamte, Bedienstete und Sachbearbei-ter in einer Vielzahl von zuständigen Ämtern und Verwal-tungen der beteiligten Institutionen – Krankenpflege- und Medizinalpersonal, Fahrdienstleiter, Zugführer, Busfahrer – aber ebenso natürlich auch ängstlich-schamhaft wegschauende, schweigende, gleichgültige oder abgelenkte und überforderte geplagte Angehörige, Nachbarn und sonstige Bezugspersonen – Mitmenschen also wie du und ich. 

 

Und das rechnet sich hoch zu mehr als drei bis vier Mio. Mitwissende aus den Reihen der damaligen »Reichs-bürger« quer durch die Mitte der Gesellschaft – bei über acht Mio. freiwillig eingetretenen NSDAP-Parteimit-gliedern – von knapp achtzig Mio. damaligen Einwohnern insgesamt. 

Und wie viele beteuerten und versichern immer noch, von »nichts gewusst« und »nichts mitbekommen« zu haben.

 

 

EDWARD WIEAND WEBSITE

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